Ist das Fenster nicht zu erhalten, kann aus Gründen des Denkmalschutzes der originalgetreue Nachbau des historischen Fensters erforderlich sein. Wie weit diese Treue zum Original geht, ist zwingend im Vorfeld mit der Denkmalbehörde abzustimmen. Die Vorgaben können die Fenstereinteilung, die Farbgebung, die Rahmenbreiten und die Profilierung der Fenstersprossen betreffen. Nachbau - Sofern die Fenster nicht mehr instandsetzungsfähig sind, kann der Nachbau nach historischem Vorbild eine denkmalverträgliche Lösung sein. Abb. 53 / Nachbau eines Fensters nach historischem Vorbild (Energetische Sanierungsmaßnahme gefördert durch den Innovations- und Klimaschutzfonds der ESWE Versorgungs AG) © ESWE Versorgungs AG (Fotograf: Grandpierre Design, Idstein)
Nachbau - Sofern die Fenster nicht mehr instandsetzungsfähig sind, kann der Nachbau nach historischem Vorbild eine denkmalverträgliche Lösung sein.
(Abb. 53 / Nachbau eines Fensters nach historischem Vorbild (Energetische Sanierungsmaßnahme gefördert durch den Innovations- und Klimaschutzfonds der ESWE Versorgungs AG) © ESWE Versorgungs AG (Fotograf: Grandpierre Design, Idstein
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Standardfenster stoßen hier schnell an Grenzen, da die filigranen Profile historischer Fenster mit einer Zwei- oder Drei-Scheiben-Verglasung aufgrund des höheren Scheibengewichts und der Scheibenbreite aufwendiger herzustellen sind. Sprossen können wie früher die Glasscheiben teilen, auf eine durchgehende Scheibe aufgesetzt werden (so genannte Wiener Sprosse) oder zwischen den Scheiben liegen. Neue, eigens für historische Ensembles entwickelte Fensterprodukte weisen schlanke Profile trotz hoher Dämmeigenschaften auf.


Abb. 55 / Holzfenster nach historischem Vorbild mit Glasteilung
© Martin Horsten | Untere Denkmalschutzbehörde Wiesbaden