Ist die Dacheindeckung aus bautechnischen Gründen ohnehin auszutauschen, insbesondere, wenn der komplette Dachstuhl erneuert werden muss, kann nach Absprache mit der Denkmalschutzbehörde auch eine Dämmung auf den Sparren in Betracht kommen. Die Dämmung oberhalb der Dachsparren bringt einige Vorteile. Die zwangsläufige Neueindeckung des Dachs verringert das Schadenrisiko der Dachhaut. Außerdem kann das Dämmmaterial ohne Unterbrechungen verlegt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, eine DIN-gerechte Unterspannbahn und eine Hinterlüftung der Dachziegel zur Feuchteabfuhr vorzusehen. Je nach Dachrandanschluss kann die Einbaustärke der Dämmung weitgehend frei gewählt werden.

Wird die Dachhaut saniert, kann von oben gedämmt werden. Zu achten ist auf die Anschlüsse an Traufe, Ortgang und Gauben. (Abb. 21 / Dachdämmung von außen © Holger Scheibe | www.dachdecker-scheibe.de)
Wird die Dachhaut saniert, kann von oben gedämmt werden. Zu achten ist auf die Anschlüsse an Traufe, Ortgang und Gauben. (Abb. 21 / Dachdämmung von außen © Holger Scheibe | www.dachdecker-scheibe.de)

Bei einer Dämmung auf den Sparren ist eine statische Ertüchtigung der Dachkonstruktion durch die Verstärkung der Balken möglich. Soll das Dachwerk von innen sichtbar bleiben, kann eine reine Aufsparrendämmung vorgesehen werden. Dadurch erhöht sich jedoch der Dachaufbau um die gesamte Materialstärke der Dämmung, was sich in deutlich dickeren Dachrändern niederschlägt. Hier gilt es, in der Detailplanung einen im Kontext des Baudenkmals stimmigen Dachanschluss zu finden und die Dämmung dahingehend zu begrenzen.

Die Kombination einer Dämmung zwischen und auf den Sparren kann Kosten, die Aufbaustärke und Anschlussprobleme mindern.