Alternativ kann die Dämmung auch auf der obersten Geschossdecke erfolgen. Je nach Situation kann die Dämmung unterschiedlich ausgeführt werden, entweder

  • auf der Geschossdecke,
  • in der Geschossdecke oder
  • unter der Geschossdecke

Die Dämmung auf der obersten Geschossdecke bietet sich an, wenn der Dachraum weder genutzt noch beheizt ist und eine geringe Raumhöhe ohnehin keine Wohnnutzung zulässt. Aufgrund des geringen Aufwandes amortisiert sich die Ertüchtigung in der Regel innerhalb weniger Jahre. Die Dämmung kann als nichtbegehbare, weiche Dämmung wie auch als begehbare Dämmung ausgebildet werden. Wichtig ist der Einbau einer luftdichten Ebene, um Lüftungswärmeverluste zu vermeiden. Diese kann auch als neuer Innenputz in der obersten Wohnung ausgebildet werden. Zudem ist sicherzustellen, dass die bestehende Decke keine Lufträume mit Verbund zur Außenluft aufweist, wie sie bei Schüttungen über jahrzehntelange Setzung entstehen. Andernfalls wird die Dämmung aufgrund der Hinterlüftung teilweise oder vollständig unwirksam. Zu beachten ist weiterhin, dass der Zugang zum Dachraum an die neue Höhe angepasst werden muss.

Ist die Raumhöhe eines begehbaren Dachraums begrenzt, der Oberboden der Bestandsdecke baufällig oder bestehen Lufträume mit Verbund zur Außenluft, kann der Boden von oben geöffnet und die meist vorhandene Schüttung entfernt werden. Auf diese Art kann eine zumindest geringe Dämmung zwischen den Deckenbalken in der Geschossdecke verbaut werden und bei Bedarf durch eine zusätzliche Dämmebene oberhalb ergänzt werden.

Wird der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt, kann auch die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Dies stellt die kostengünstigste und unproblematischste Möglichkeit der Dachdämmung dar. (Abb. 22 / Dämmung der obersten Geschossdecke © Deutsche Rockwool)
Wird der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt, kann auch die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Dies stellt die kostengünstigste und unproblematischste Möglichkeit der Dachdämmung dar. (Abb. 22 / Dämmung der obersten Geschossdecke © Deutsche Rockwool)

 


Dachgauben

Neben den Dachflächen sind auch die Gaubenwände zu dämmen. Gewöhnlich ist der Raum zwischen Innenwandoberfläche und Fenster für eine Dämmung nicht ausreichend und eine Außendämmung aufgrund der Gesimse und Dachüberstände nicht möglich. Eine Lösung bestehtdarin, die Gefache der Wände zu dämmen. Eine zusätzliche, wenn auch schmale Dämmung auf der Innenseite kann den Dämmwert weiter erhöhen.

Dachbodenzugänge und Abseiten

Bei der Dämmung der obersten Geschossdecke oder des Dachs sollten auch der Dachbodenaufgang und die Abseiten zu unbeheizten Dachräumen gedämmt werden. Sofern der Dachraum zugänglich ist, können Dämmmatten auf der unbeheizten Seite der Wand befestigt werden. Kleinere, unzugängliche konstruktive Hohlräume können auch mit einer Ausblasdämmung gedämmt werden.

Oberste Geschossdecke in der Energieeinsparverordnung

Zunächst besteht auch für Baudenkmäler nach der Energieeinsparverordnung unabhängig von anstehenden Sanierungsmaßnahmen die Pflicht, oberste Geschossdecken zu dämmen, sofern sie nicht begehbar sind und bislang nicht den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108 einhalten. Alternativ können auch die Dachflächen gedämmt werden.