Bei der Dämmung der Kellerdecke spielt neben den energetischen Aspekten der Wohnkomfort eine zentrale Rolle, da ein kalter Boden zu Fußkälte und Unbehagen führt. Die Dämmung löst beide Probleme auf einmal und kann je nach Konstruktion ohne größeren Aufwand realisiert werden. Zur Dämmung der Kellerdecke bieten sich grundsätzlich drei Möglichkeiten an:

  • Dämmung unterhalb der Decke, also von unten
  • Dämmung oberhalb der Decke, also von oben
  • Dämmung bei Holzbalkendecken zwischen den Balken

Ob von oben, von unten oder zwischen den Balken gedämmt wird, hängt von der Deckenkonstruktion an sich, deren Denkmalrelevanz und deren Zustand ab.

Kellerdecke und Bodenplatte – Dämmwirkung und Investitionskosten im Vergleich. Die Dämmung der Kellerdecke kann die Wärmeverluste über dieses Bauteil um ein Drittel bis zur Hälfte reduzieren. Die Dämmung der Kellerdecke von unten hat dabei in der Regel die geringsten Investitionskosten.Eine Dämmung von oben ist dagegen auf Grund der notwendigen Anpassarbeiten im Erdgeschoss am teuersten (siehe auch Kapitel Sanierungskosten und Einsparungen). Abb. 37  © ina Planungsgesellschaft mbH
Kellerdecke und Bodenplatte – Dämmwirkung und Investitionskosten im Vergleich. Die Dämmung der Kellerdecke kann die Wärmeverluste über dieses Bauteil um ein Drittel bis zur Hälfte reduzieren. Die Dämmung der Kellerdecke von unten hat dabei in der Regel die geringsten Investitionskosten.Eine Dämmung von oben ist dagegen auf Grund der notwendigen Anpassarbeiten im Erdgeschoss am teuersten (siehe auch Kapitel Sanierungskosten und Einsparungen). (Abb. 37 © ina Planungsgesellschaft mbH)


In vielen historischen Kellern gibt es Kappendecken oder, vornehmlich in älteren Gebäuden, Gewölbedecken. Deren Dämmung von der Unterseite ist trotz Wölbung oftmals möglich und meistens günstiger als die Dämmung von oben. Erst in jüngeren Gebäuden wurden gerade Betondecken mit Stahlträgern oder Stahlbetondecken eingebaut.
Ist die Raumhöhe des Kellers begrenzt oder kein Keller vorhanden, wie beispielsweise in vielen Fachwerkbauten, muss die Dämmung von oben erfolgen. Auch ein besonders erhaltenswerter Keller oder die Tatsache, dass der Bodenbelag im Erdgeschoss ohnehin saniert werden muss, sprechen für die Dämmung von oben. Andererseits schließen besonders schützenswerte Einbauten im Erdgeschoss, wie zum Beispiel Türzargen, Bodenbeläge oder Vertäfelungen, eine Dämmung von oben aus.

In manchen Fällen, insbesondere bei Fachwerkbauten mit steinernem Sockel, sind Holzbalkendecken zum kalten Keller vorzufinden. Die Auflager dieser Balken im Mauerwerk, auch Balkenköpfe genannt, sind häufig durch Feuchte, Pilz- oder Schädlingsbefall angegriffen und müssen eventuell erneuert werden. Die Dämmung zwischen den Balken kann hier in Betracht gezogen werden.