Eine Dämmung von oben bietet sich an, wenn der Fußbodenbelag ohnehin erneuert wird. Daneben kann die Dämmung auch als Trittschalldämmung dienen und so störende Laufgeräusche mindern, sofern der Bodenbelag entkoppelt wird (die Schallübertragung also durch die Dämmebene unterbrochen wird).

Dämmung oberhalb der Kellerdecke - Niedrige oder erhaltenswerte Keller können von oben gedämmt werden, allerdings kann der höhere Fußbodenaufbau im Erdgeschoss zu Anschlussproblemen führen. (Abb. 32 / Gewölbedecke © Wiesbaden Marketing GmbH)
Dämmung oberhalb der Kellerdecke - Niedrige oder erhaltenswerte Keller können von oben gedämmt werden, allerdings kann der höhere Fußbodenaufbau im Erdgeschoss zu Anschlussproblemen führen. (Abb. 32 / Gewölbedecke © Wiesbaden Marketing GmbH)


Die Dämmschichtdicke richtet sich nach der zur Verfügung stehenden Höhe des Bodenaufbaus. Diese kann durch punktuelle Öffnung des Bodens in Erfahrung gebracht werden. Ist genug Höhe vorhanden, kann durch den Einbau einer Fußbodenheizung der Komfort weiter erhöht werden. Vorhandene Niveauunterschiede können im Sinne des barrierefreien Wohnens ausgeglichen werden.

Ist die Höhe begrenzt, können hochdämmende Materialien, ein dünnerer Gussasphalt-, Trocken- oder Anhydridestrich und die geringfügige Anhebung des Bodens wertvolle Zentimeter gewinnen. Eine deutliche Anhebung des Bodens sollte jedoch vermieden werden, da dann Türen und Treppen bis hin zu Installationen wie Steckdosen und Sanitärobjekte angepasst werden müssen. Die verringerten Brüstungshöhen an Fenstern können zudem zu baurechtlichen Problemen führen. Auch die verbleibende Raumhöhe muss beachtet werden, was insbesondere bei einem Fachwerkhaus mit niedrigen Räumen ins Gewicht fällt.
Unterbrechungen der Dämmung durch Wände mindern den Dämmeffekt geringfügig. Da die Wände jedoch deutlich schmaler als im Keller sind, fällt dies weniger ins Gewicht. Auf Dämmschürzen kann daher, auch zugunsten der Optik, verzichtet werden.

Bei nicht unterkellerten Gebäuden ist weiterhin zu beachten, dass das Fehlen von Feuchtesperren zu Schäden führen kann. Dieses Risiko kann bei einer Sanierung von oben durch den Einbau einer Feuchtesperre vermieden werden.