Einen Sonderfall bilden Holzbalkendecken zum unbeheizten Keller, wie sie bisweilen in Fachwerkbauten mit Steinsockel zu finden sind. In der Regel können die Balkenzwischenräume ausgedämmt werden, sodass eine deutlich höhere Dämmstoffdicke realisierbar ist. Eine nachträglich eingebrachte luftdichte Ebene verhindert zudem Lüftungswärmeverluste und Feuchteeintrag in die Decke.

Dämmung zwischen den Deckenbalken Holzbalkendecken können auch zwischen den Balken gedämmt werden. Dabei ist der Feuchteschutz besonderszu beachten. (Abb. 33 / Holzbalkendecke © Wiegand Biosan GmbH)
Dämmung zwischen den Deckenbalken Holzbalkendecken können auch zwischen den Balken gedämmt werden. Dabei ist der Feuchteschutz besonderszu beachten. (Abb. 33 / Holzbalkendecke © Wiegand Biosan GmbH)


Insbesondere sollten Sie bei Holzbalkendecken vorher untersuchen lassen, ob der Feuchteschutz gewährleistet ist, also ob Bodenfeuchte oder aufsteigende Feuchte wirksam vom Mauerwerk ferngehalten werden und infolge dessen keine Gefährdung der Balkenköpfe besteht. Die Durchfeuchtung der Balkenköpfe birgt die Gefahr von Feuchteschäden und Pilzbefall, was eventuell den Austausch der Deckenbalken notwendig machen kann.

Des Weiteren können sich die Schalleigenschaften der Decke durch die Dämmung verändern; auch dies sollte im Vorfeld untersucht werden.

Bevor Dämmarbeiten beginnen, sollte nach Möglichkeit das angrenzende Mauerwerk und die Decke selbst trockengelegt und eine zukünftige Durchfeuchtung verhindert werden. Dies kann beispielsweise durch Freilegen des Sockels (Putz abschlagen), eine aufwendige horizontale Sperrschicht im Sockelbereich und eine Freilegung und Abdichtung der Kellerwand erfolgen. Ist eine Trockenlegung nur bedingt möglich, ist darauf zu achten, dass die Dämmung die Feuchteabfuhr nicht zusätzlich behindert, sodass die Feuchte abtrocknen kann.