Die Luftdichtheit einzelner Bauteile und der Gebäudehülle im Gesamten ist im Zusammenhang mit der Art der Lüftung des Gebäudes zu sehen.

Grundsätzlich gilt, dass durch unkontrollierte Luftwechsel auch die Wärme der Raumluft verloren geht. Aufgrund mangelhafter Luftdichtheit an Bauteilfugen dringt zudem warme Raumluft in die Konstruktion ein und führt bei ihrer Abkühlung zu Tauwasserausfall, eine häufige Ursache von baulichen Schäden im unsanierten Bestand, wie zum Beispiel komplett zerstörte Balkenköpfe. Mit zunehmendem Dämmstandard fallen diese Effekte stärker ins Gewicht.

Andererseits bedeutet eine luftdichte Bauweise, dass der Luftwechsel zur Feuchteabfuhr auf andere Weise gewährleistet werden muss, um ein hygienisches Raumklima sicherzustellen. Daher müssen die Bewohner ihr Lüftungsverhalten anpassen oder die Lüftung muss nutzerunabhängig gewährleistet sein.

Blower-Door-Test - Für die Messung der Luftdichtheit eines Gebäudes hat sich das so genannte Differenzdruckmessverfahren durchgesetzt – auch Blower-Door-Test genannt. Bei der Durchführung des Blower-Door-Tests werden alle Fenster und Türen geschlossen. Ein in die Haustür eingebautes Gebläse baut nun einen Überdruck von 50 Pascal auf. In der Folge wird überprüft, wieviel Luft während einer Stunde über undichte Stellen der Gebäudehülle aus dem Gebäude entweicht und durch das Gebläse nachgeführt werden muss, um den Überdruck aufrecht zu erhalten. Dieser Volumenstrom n50 wird mit dem gesamten Luftvolumen des Innenraums ins Verhältnis gesetzt. Hochdichte Gebäude erreichen Werte unter 1,5 h-1. Undichte Gebäude hingegen weisen Werte von 5,0 h-1 und mehr auf. (Abb. 65 © fotolia.com (Fotograf: Fotolia_macdreid)
Blower-Door-Test - Für die Messung der Luftdichtheit eines Gebäudes hat sich das so genannte Differenzdruckmessverfahren durchgesetzt – auch Blower-Door-Test genannt. Bei der Durchführung des Blower-Door-Tests werden alle Fenster und Türen geschlossen. Ein in die Haustür eingebautes Gebläse baut nun einen Überdruck von 50 Pascal auf. In der Folge wird überprüft, wieviel Luft während einer Stunde über undichte Stellen der Gebäudehülle aus dem Gebäude entweicht und durch das Gebläse nachgeführt werden muss, um den Überdruck aufrecht zu erhalten. Dieser Volumenstrom n50 wird mit dem gesamten Luftvolumen des Innenraums ins Verhältnis gesetzt. Hochdichte Gebäude erreichen Werte unter 1,5 h-1. Undichte Gebäude hingegen weisen Werte von 5,0 h-1 und mehr auf.
(Abb. 65 © fotolia.com (Fotograf: Fotolia_macdreid)