Fußbodenheizungen steigern nicht nur den Komfort durch angenehmere Oberflächentemperaturen. Die Wärme wird hauptsächlich über Wärmestrahlung abgegeben. Die Wärmeverteilung erfolgt auch in hohen Räumen gleichmäßiger und gezielter als bei konventionellen Heizkörpern, deren erwärmte Luft zwangsläufig nach oben steigt. Zudem wird Strahlungswärme auch bei geringerer Lufttemperatur als wärmend empfunden, sodass die Raumlufttemperatur leicht reduziert und Energie eingespart werden kann.
 
Wandheizungen schützen zusätzlich die Bausubstanz durch die Erwärmung der Außenwand und die Vermeidung von Bauteilfeuchte. Aufgrund geringer Vorlauftemperaturen von 35 °C sinken nicht nur die Leitungswärmeverluste; die Heizung muss auch weniger stark aufheizen, sodass auch andere Wärmeerzeuger mit geringeren Systemtemperaturen, wie Brennwertkessel und Wärmepumpen, zum Einsatz kommen können.

Werden also der Fußboden oder Wandflächen ohnehin instandgesetzt, sollte in diesem Zug über die Integration einer Flächenheizung unter Beachtung der historischen Bausubstanz nachgedacht werden. 

Abb. 77 /  Einbau einer Wandheizung vor Ziegelmauerwerk ©  Dr. Ralf-Peter Pinkwart | Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
Einbau einer Wandheizung vor Ziegelmauerwerk
(Abb. 77 ©  Dr. Ralf-Peter Pinkwart, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen)