Die einfachste Form der nutzerunabhängigen Lüftung ist die dezentrale Abluftanlage, die meist über einen Ventilator im Bad die verbrauchte Raumluft konstant und mit sehr geringem Luftwechsel nach außen transportiert. Über Zuluftöffnungen in der Fassade oder an den Fenstern der Wohn- und Schlafräume strömt Frischluft nach. Zwar wird der hygienisch notwendige Luftwechsel zur Feuchteabfuhr sichergestellt, die Einbußen am Komfort bleiben durch die nachströmende, kalte Luft jedoch erhalten.

Die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung bei reinen Abluftanlagen bieten Wärmetauscher und Wärmepumpen, indem sie der Abluft die Wärme entziehen und sie der Heizungsanlage oder der Trinkwarmwasserbereitung zur Verfügung stellen. Das System kann gebäudezentral mit einer Abluftleitung oder dezentral als Kompaktgerät im Bad oder der Küche betrieben werden.

Vorteilhaft für die Bestandssanierung, gerade bei denkmalgeschützten Innenräumen, ist der im Vergleich zur Zu- und Abluftanlage geringere Eingriff in die Bausubstanz, da auf Lüftungskanäle weitgehend verzichtet werden kann.

Mechanische Abluftanlage / Sichert den notwendigen Luftwechsel auch ohne Nutzereingriff. Eine Wärmerückgewinnung ist nur bedingt möglich. (Abb. 84 © ina Planungsgesellschaft mbH)

Mechanische Abluftanlage / Sichert den notwendigen Luftwechsel auch ohne Nutzereingriff. Eine Wärmerückgewinnung ist nur bedingt möglich. (Abb. 84 © ina Planungsgesellschaft mbH)