Abb. 63 / Wärmebrücke Fensterlaibung – Dämmung auf der Fläche reicht nicht. Auch die Anschlüsse müssen gedämmt werden. © ina Planungsgesellschaft mbH
Wärmebrücke Fensterlaibung – Dämmung auf der Fläche reicht nicht. Auch die Anschlüsse müssen gedämmt werden. (Abb. 63  © ina Planungsgesellschaft mbH)

Wärmebrücken sind lokale Bereiche eines Bauteils mit einem gegenüber dem restlichen Bauteil höheren Wärmeabfluss. Dieser höhere Wärmeabfluss kann konstruktiv bedingt durch einen Materialwechsel wie beispielsweise ein Deckenbalken in einer gedämmten Decke sein. Daneben entstehen geometrische Wärmebrücken, wenn eine geringe Innenoberfläche einer großen Außenoberfläche gegenübersteht wie beispielsweise an Gebäudeecken oder an auskragenden Balkonplatten.

Wärmebrücken können durch eine gute Detailplanung vermieden oder zumindest ihr Einfluss vermindert werden:

  • Die Dämmebene sollte möglichst durchgehend verlaufen, auch im Übergang zwischen zwei Bauteilen, wie zum Beispiel Wand und Dach.
  • Ist dies nicht möglich, können die Dämmebenen überlappend angeordnet werden.
  • Materialwechsel im Bauteil können mit einer zusätzlichen durchgehenden Dämmschicht überdeckt werden wie bei einer Kombination von Zwischensparren-
    und Untersparrendämmung.
  • Wird die Dämmung durch angrenzende Bauteile unterbrochen wie bei einer Innendämmung, kann das angrenzende Bauteil auch flankierend mit einem Dämmkeil gedämmt werden, um den Einfluss der Wärmebrücke zu reduzieren.