Gegen Ende der Gründerzeit wurde das viergeschossige Gebäude erbaut. Aufgrund des jahrzehntelangen Leerstandes war es stark heruntergekommen und musste im Jahr 2013 umfangreich saniert werden.

Die Klinkerfassade prägt das Straßenbild maßgeblich, deswegen wurde an dieser Stelle eine Innendämmung gewählt. Außerdem wurden die gestaltprägenden Dachüberstände und Proportionen bewahrt und nach der Dämmung durch die Dachdeckung in Naturschiefer ergänzt. Im Gegensatz zur Straßenseite hatten die rückwärtigen Bereiche einen geringen Denkmalwert; deswegen konnte hier eine Dämmung von außen eingebaut werden.

Eine Besonderheit bei diesem Projekt ist die Brandschutzanforderung an die Innendämmung. Diese muss die darunterliegenden Holzbalken 90 Minuten lang vor Feuer schützen, außerdem sollte sie kapillaroffen sein. Um dies zu gewährleisten, wurde speziell für diesen Bereich ein mehrschichtiger Aufbau entwickelt.

Die Maßnahmen an der Gebäudehülle werden durch die Heizung mit Geothermie ergänzt. Das Gebäude wurde an das thermalgeheizte Nahwärmenetz angeschlossen.

Dieses Sanierungskonzept wurde einvernehmlich und in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege erarbeitet. Durch die Summe dieser Maßnahmen betragen Energieeinsparung und Emissionsminderung über 80 Prozent.

Daten Baujahr: ca. 1900
  Sanierung: 2013
Einsparung: Endenergiebedarf: 81 %
  Primärenergiebedarf: 86 %
  CO2-Emission: 88 %
     
Förderung: ESWE Innovations- und
Klimaschutzfonds
 
Fenster: Holzfenster mit Dreifachverglasung  
Wände: Außendämmung Fassade 6 cm  
  Innendämmung Fassade 4 cm  
Dach: Zwischensparrendämmung 12 cm  
  Aufsparrendämmung 4 cm  
Kellerdecke: Trittschalldämmung 6 cm  
Heizung: Geothermie  
Warmwasser:  Geothermie