Das 1898 erstellte Gebäude ist eines der ältesten in seinem Quartier. Die reichhaltige Fassadendekoration zur Straße macht es als Zeugnis seiner Bauzeit überaus signifikant. Bei der Sanierung im Jahr 2006 wurde der Keller statisch ertüchtigt und aufwendig gegen das eindringende Grundwasser geschützt.

Die Ornamente der Fassade, die Stahlteile der Balkone und der Klinker auf der Hofseite wurden originalgetreu restauriert. Alle Wände zum beheizten Wohnraum wurden auf der Innenseite mit einem mineralischen Dämmputz versehen. Der Zustand der Fenster war so schlecht, dass sie gegen originalgetreue Nachbauten ausgetauscht wurden. Das Dach wurde zwischen den Sparren und von unten gedämmt. In Fällen wie diesem ist es besonders wichtig, dass die geringeren Möglichkeiten der Dämmung der Bauteile durch eine effiziente und, wenn möglich, regenerative Gebäudetechnik ergänzt werden. Gerade hier hat sich der Anschluss an das thermalgeheizte Nahwärmenetz der ESWE Versorgungs AG besonders angeboten.

Die Endenergieeinsparung zeigt deutlich, dass die Möglichkeiten an der Gebäudehülle aufgrund des Denkmalschutzes begrenzt waren und im Sanierungskonzept da-rauf reagiert wurde. Dennoch konnte hier eine Einsparung von über 30 Prozent erreicht werden. Besonders deutlich ist der Einfluss der Anlagentechnik zu sehen, welche die Primärenergieeinsparung und Emissionsminderung um über 75 Prozent ermöglicht.

Daten Baujahr: 1898
  Sanierung: 2006
Einsparung: Endenergiebedarf: 32 %
  Primärenergiebedarf: 76 %
  CO2-Emission: 77 %
     
Förderung: keine Angaben  
Fenster: Holz-Sprossenfenster mit Zweifachverglasung  
Wände: mineralische Innendämmung Fassade 5 cm  
Dach: Zwischensparrendämmung 12 cm  
  Aufsparrendämmung 4 cm  
Kellerdecke: Trittschalldämmung 6 cm  
Heizung: Geothermie  
Warmwasser:  Geothermie