Das Mehrfamilienhaus mit zwei Wohneinheiten wurde 1925 erbaut. Bei der Sanierung 2010 wurden die Außenwände mit einem Wärmedämmverbundsystem von außen gedämmt, der Natursteinsockel blieb erhalten und wurde aufgearbeitet. Zudem wurden das Dach und die Kellerdecke mit Zelluloseflocken gedämmt.

Bei dem oberen Bild ist gut zu sehen, dass die ursprünglichen Fenster und deren Fensterteilung nicht erhalten waren. Mit den neuen Fenstern wurde das historische Bild durch die Sprossenteilung wiederhergestellt. Bei dieser Gegenüberstellung der beiden Fotografien, vor und nach der Sanierung, ist deutlich zu sehen, wie wichtig die Rekonstruktion der Fensterteilung für das Erscheinungsbild historischer Gebäude und deren Fassaden ist.

Ergänzend zu den Maßnahmen an der Gebäudehülle wurde auch die Anlagentechnik durch Gas-Brennwerttechnik erneuert. Für die Warmwasserbereitung wurde eine solarthermische Anlage auf dem Dach installiert.

Auch an diesem Beispiel ist eindeutig zu sehen, dass eine energetische Sanierung Denkmalschutz, Klimaschutz und Ökonomie im Einklang verbinden kann. Durch die Summe dieser Maßnahmen betragen die Energieeinsparung und die Emissionsminderung über 70 Prozent.

Daten Baujahr: 1925
  Sanierung: 2010
Einsparung: Endenergiebedarf: 71 %
  Primärenergiebedarf: 73 %
  CO2-Emission: 73 %
     
Förderung: ESWE Innovations- und
Klimaschutzfonds
 
Fenster: Holz-Sprossenfenster mit Zweifachverglasung  
Wände: Außendämmung als WDVS, 10 cm  
Dach: 20 cm Dämmung mit Zelluloseflocken  
  Aufsparrendämmung 4 cm  
Kellerdecke: Trittschalldämmung 6 cm  
Heizung: Gas-Brennwerttherme  
Warmwasser:  Solarthermie