Im Jahr 2011 wurde die Sanierung der 1914 erbauten, freistehenden Villa fertig gestellt. Dabei wurde auch ein nicht denkmalgerechter Anbau aus den 1960er Jahren abgerissen.

Auch wenn die Fenster und die Eingangstür nicht erhalten werden konnten, zeigt dieses Beispiel, dass eine Erneuerung von Fenstern und Türen als Nachbau möglich ist und auch ansprechend realisiert werden kann. Außerdem wurden der Spitzboden und die Dachschrägen im Mansardgeschoss ebenso wie die Kellerdecke gedämmt.

Darüber hinaus hat man die alte Heizungsanlage durch eine Gas-Brennwerttherme ersetzt.

Dieses Beispiel zeigt, dass auch ohne Änderung der Wände der Energiebedarf im Denkmal dennoch wesentlich gesenkt werden kann. Dabei ist es wichtig, diejenigen Maßnahmen, die an der Gebäudehülle möglich sind, umzusetzen und mit Maßnahmen an der Gebäudetechnik zu ergänzen.

Der Primärenergiebedarf sinkt bei diesem Beispiel „nur“ um die Hälfte des Endenergiebedarfs, eine Ursache hierfür ist der fossile Energieträger Erdgas. Die CO2-Einsparung von 15 Tonnen entspricht etwa dem Volumen von 8.500 Kubikmeter reinem CO2-Gas. Somit wird jedes Jahr ungefähr das Vierfache des Gebäudevolumens an CO2 weniger in die Atmosphäre ausgestoßen.

Daten Baujahr: 1914
  Sanierung: 2010/2011
Einsparung: Endenergiebedarf: 52 %
  Primärenergiebedarf: 26 %
  CO2-Emission: 54 %
     
Förderung: ESWE Innovations- und
Klimaschutzfonds
 
Fenster: Sprossenfenster aus Holz  
Wände: keine Maßnahme  
Dach: Dämmung von Spitzboden und Dachschrägen  
Kellerdecke: Dämmung der Kellerdecke von unten  
Heizung: Gas-Brennwerttherme  
Warmwasser:  Seine Angabe