Fachwerkhäuser wie dieses aus dem Jahr 1685 prägen das Stadtbild in vielen Vororten der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Anlage wurde im Jahr 2012 aufwendig saniert.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die gewählten Materialien gelegt: Passend zu den gemauerten Bestandswänden im Erdgeschoss wurden mineralische Dämmplatten von innen eingebaut. Das Sichtfachwerk im Obergeschoss wurde hingegen mit Holzfaserplatten energetisch ertüchtigt. Teilweise noch vorhandene historische Anstriche wurden durch eine vorgestellte Wandscheibe im Innenraum erhalten und geschützt.

Der nicht ausgebaute Dachstuhl blieb als solcher erhalten. Die luftdichte Ebene und die Dämmung wurden unterhalb der obersten Geschossdecke aufgebracht und verputzt.
Die historischen Dielen wurden im Erdgeschoss aufgenommen, eine Trittschalldämmung eingebracht und die Dielen wieder verlegt. Dies sorgt für geringere Energieverluste, für verbesserte bauphysikalische und akustische Eigenschaften sowie gleichzeitig für einen größeren Wohnkomfort. Auch hier wurden die Maßnahmen an der Gebäudehülle durch den Einbau einer Gas-Brennwerttherme komplettiert.

Die genaue Energieeinsparung ist bei diesem Gebäude nicht bekannt. Erfahrungswerte aus ähnlichen Sanierungsprojekten haben in der Regel eine Primärenergieeinsparung zwischen 35 und 55 Prozent.

Daten Baujahr: 1685
  Sanierung: 2012
Einsparung: Endenergiebedarf: k.A.
  Primärenergiebedarf: 35-55%
  CO2-Emission: k.A.
     
Förderung: keine Angaben  
Fenster: Holz-Sprossenfenster mit Zweifachverglasung  
Wände: Innendämmung 8 cm Mineraldämmplatte (EG)  
  Innendämmung 6 cm Holzfaserdämmplatte (OG)  
Oberste Geschossdecke: Mineraldämmplatte 8 cm von unten  
Kellerdecke: Dämmung 9 cm auf der Bodenplatte  
Heizung und Warmwasser   Gas-Brennwerttherme