Diese Anlage aus dem 18. Jahrhundert zeigt mit ihrer Sanierung im Jahr 2006-2007, dass auch strukturelle Veränderungen an und in geschützten Gebäuden mit den Zielen der Denkmalpflege vereinbar sind.

Auf der Hofseite wurden am Anbau die Fenster vergrößert, das Dach ausgebaut und um Dachgauben ergänzt. Zum öffentlichen Straßenraum hingegen wurde die äußere Gestalt beibehalten. Zudem begrenzt sich der Eingriff auf den Anbau und bleibt als spätere Veränderung ablesbar.

Das auch im Urzustand verputzte Fachwerk wurde mit einem mineralischen Dämmputz von außen in Verbindung mit einer kapillaraktiven Innendämmung gedämmt. Wenig denkmalgerechte Veränderungen im Laufe der Zeit, wie die Fensterteilung und die Dachentwässerung, wurden durch die Sanierung rückgebaut. Beim Vergleich der Bilder vor und nach der Sanierung fällt auf, dass die Dachüberstände und die Stärke des Dachrandes gleich geblieben sind. Dies wurde durch eine Zwischensparrendämmung erreicht. Außerdem konnte hierbei wieder eine denkmalgerechte Dachdeckung hergestellt werden.

Heizung und Warmwasserbereitung erfolgen durch eine Holzpelletanlage in einem separaten Gebäude der Hofreite. Zusätzlich sind auf dem Neubau Solarkollektoren installiert.

Die Emissionsminderung beträgt über 60 Prozent.

Daten Baujahr: 18. Jh.
  Sanierung: 2006-2007
Einsparung: Endenergiebedarf: keine Angabe
  Primärenergiebedarf: 60-70 %
  CO2-Emission: 60-70 %
     
Förderung:



 
Förderprogramm zur CO2-Reduzierung der
ESWE, Erich Haub-Zais-Stiftung und Untere Denkmalschutzbehörde
Wiesbaden, BAFA-Zuschuss für Solarkollektor-
und Holzpelletanlage
 
Fenster:

 
Bestehende Sprossenfenster aus Holz restauriert
und neue Holzfenster nachgebaut, so dass sich
historisches Kastenfenster ergibt
 
Wände: Holzfachwerk mit mehrschichtigem Lehmaufbau  
  Innendämmung 6 cm Lehmbauweise  
Dach: Zwischensparrendämmung 12 cm mit Zellulose  
Kellerdecke: 4 cm Holzfaserdämmung  
Heizung: Holzpelletanlage und Solarthermie  
Warmwasser:  Holzpelletanlage und Solarthermie