Zwei grundsätzliche Stellschrauben bestehen, um die Umweltauswirkungen und die zukünftigen Energiekosten zu regulieren: Zum einen kann die Effizienz der Anlage verbessert werden, zum anderen kann eine Energiequelle genutzt werden, welche einen weniger schädlichen Einfluss auf die Umwelt hat und geringe Energiekosten mit sich bringt.

Die Effizienz der Anlage hängt sowohl von der des eigentlichen Erzeugers als auch von der Speicherung, Verteilung und Wärmeübergabe an den Raum ab. Somit bieten sich auch bei Erhalt des Bestandskessels noch Handlungsspielräume zur Effizienzsteigerung an.

Soll der Wärmeerzeuger ausgetauscht werden, sind auch alternative Energiequellen zu prüfen. Die Wahl der Energiequelle wird durch ihre Umweltverträglichkeit, die Verfügbarkeit vor Ort, die Denkmalverträglichkeit und die zu erwartenden Investitions- und Betriebskosten beeinflusst. Es kann zwischen der Wärmeerzeugung durch Verbrennung eines Brennstoffs (ob fossil oder nachwachsend) und der Nutzung vor Ort vorhandener Umweltenergien (Solarenergie, Erdwärme, Außenluftwärme, Abwärme) unterschieden werden.

Welche Energiequelle und welche Anlagentechnik bei Ihrem Gebäude zum Einsatz kommen kann, ist mit der Denkmalpflege und dem Energieberater zu klären.
 


Was Sie jetzt tun sollten!
 

1. Lassen Sie ein Anlagenkonzept erstellen, einschließlich

  •  Bewertung der Effizienz und Lebensdauer der Bestandsanlage,
  • Einsatzmöglichkeiten alternativer Energieträger und Anlagensysteme,
  • Gegenüberstellung der Wirtschaftlichkeit und
  • Maßnahmenfahrplan zur Ertüchtigung der Anlage.

2. Führen Sie geringinvestive Maßnahmen durch, wie

  • Dämmung der Heizleitungen,
  • Nachrüsten von Heizkörperthermostatventilen und effizienten Heizungspumpen,
  • Durchführen eines hydraulischen Abgleichs und
  • Optimierung der Heizungsregelung (Heizzeiten, Absenkzeiten, Heizkurve usw.).

Abb. 67 / Adlerstraße – Heizungsanlage mit Gas-Brennwertkessel und solarthermischem Pufferspeicher © Frau Goldstein
Adlerstraße – Heizungsanlage mit Gas-Brennwertkessel und solarthermischem Pufferspeicher (Abb. 67 © Frau Goldstein)