Die Fensterlüftung durch den Nutzer

Die Fensterlüftung kann nur dann eine zuverlässige Lüftung gewährleisten, wenn der Nutzer regelmäßig und in ausreichendem Maße lüftet. In der Realität wird aufgrund von falschem oder fehlendem Lüften in vielen Fällen kein ausreichender Luftwechsel erreicht. Übliche Luftwechselraten verlangen im Mittel einen kompletten Austausch der Raumluft alle zwei Stunden, für berufstätige Menschen kaum zu leisten. Unter anderem aus diesem Grund nimmt die Rechtsprechung immer öfter die Vermieter in die Pflicht, wenn es um Schäden aufgrund zu geringer Lüftung geht. Andererseits führt die Fensterlüftung zu hohen Wärmeverlusten oder zu einem unhygienischen Innenraumklima, da nur „nach Bauchgefühl“, also zu viel oder zu wenig Luft ausgetauscht wird. Eine Nutzung der entweichenden Wärme ist ebenfalls ausgeschlossen. Die Fensterlüftung zeichnet sich demnach häufig durch eine unzureichende Luftqualität und Feuchteregulierung, hohe Wärmeverluste und mangelnden Komfort aus – wir haben uns aber daran gewöhnt.

                             Fensterlüftung / Konventionelle Lüftung, die jedoch nach einer Sanierung den notwendigen Luftwechsel nur bedingt und bei gewissenhaftem Lüften durch den Nutzer gewährleisten kann. (Abb. 82 © ina Planungsgesellschaft mbH)
Fensterlüftung / Konventionelle Lüftung, die jedoch nach einer Sanierung den notwendigen Luftwechsel nur bedingt und bei gewissenhaftem Lüften durch den Nutzer gewährleisten kann. (Abb. 82 © ina Planungsgesellschaft mbH)