Fenster und Türen sind als Bestandteil der Außenwände prägende Gestaltungselemente eines Gebäudes. Der Erhalt der historischen Bauteile ist das vorrangige Ziel der Denkmalpflege. Lassen sich Türflügel oder Fensterrahmen nicht mehr reparieren und ertüchtigen, ist meist die Nachbildung der historischen Konstruktion und Gestaltung erforderlich. Das schlägt sich üblicherweise auch in den Maßgaben der Denkmalbehörden nieder.

Maßnahmen im Vergleich Neben der Wärmetransmission durch Rahmen und Verglasung haben ältere Fenster Wärmeverluste durch Undichtigkeiten. Eine Abdichtung der Fensterfugen kann diese Verluste halbieren. Den größten Einspareffekt, aber auch die höchsten Investitionskosten, hat der Einsatz von Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung. Auch denkmalpflegerisch behutsamere Sanierungen können die Transmissionswärmeverluste des Fensters um 30-50 Prozent reduzieren (siehe auch Kapitel Sanierungskosten und Einsparungen). (Abb. 57 / Fenster – Dämmwirkung und Investitionskosten im Vergleich © ina Planungsgesellschaft mbH )
Maßnahmen im Vergleich
Neben der Wärmetransmission durch Rahmen und Verglasung haben ältere Fenster Wärmeverluste durch Undichtigkeiten. Eine Abdichtung der Fensterfugen kann diese Verluste halbieren. Den größten Einspareffekt, aber auch die höchsten Investitionskosten, hat der Einsatz von Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung. Auch denkmalpflegerisch behutsamere Sanierungen können die Transmissionswärmeverluste des Fensters um 30-50 Prozent reduzieren (siehe auch Kapitel Sanierungskosten und Einsparungen).
(Abb. 57 / Fenster – Dämmwirkung und Investitionskosten im Vergleich © ina Planungsgesellschaft mbH )


Historische Fenster bestehen oftmals als Einscheibenverglasungen in einfachen Holzrahmen oder filigranen Stahlrahmen ohne Dichtung. Hohe Wärmeverluste und Heizkosten, unbehaglich niedrige Oberflächentemperaturen und Zugerscheinungen stehen dem historischen Wert gegenüber. Hinzu kommen häufig unzureichender Schallschutz, fehlender Einbruchschutz und je nach Pflege ein schlechter Gesamtzustand (abblätternder Lack, ausgeschlagene Mechanik). Daneben finden sich auch Kastenfenster, welche hinsichtlich des Wohnkomforts besser zu bewerten sind.

Um zum einen den historischen Charakter zu erhalten und zum anderen den gestiegenen Ansprüchen gerecht zu werden, haben sich unterschiedliche Sanierungsstrategien bewährt. Welche der Maßnahmen in Frage kommt, ist in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde zu klären. Wegen der zu beachtenden bauphysikalischen und bautechnischen Zusammenhänge kann der Rat eines Fachplaners helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Zunächst ist zu klären, ob die Fenster aus Sicht des Denkmalschutzes erhaltenswert sind, ob die historische Substanz noch funktionstüchtig ist beziehungsweise instand gesetzt werden kann und welche konkreten denkmalschutzrechtlichen Auflagen zu beachten sind. Zudem ist zu untersuchen, welche Maßnahmen unter Berücksichtigung gestalterischer, wirtschaftlicher und bauphysikalischer Gesichtspunkte realisierbar sind. Hierzu ist auch die genaue Betrachtung aller anschließenden Bauteile notwendig.